Krisenmeisterinnen – seit immer.

Bild: (c) SPÖ-Wien

Die Doppelbelastung Beruf und Familie ist für viele Frauen während der Pandemie zu einer Vielfachbelastung geworden. Viele Frauen sind physisch und psychisch am Ende. Alleinerzieherinnen sind noch stärker betroffen – Erwerbstätigkeit und Familienmanagement bleiben ihnen alleine. Und auch auf dem Arbeitmarkt sind es mehrheitlich Frauen, die von Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit oder Verlust des Einkommens betroffen sind.

„Dem müssen wir unbedingt entgegensteuern“, zeigt sich Marina Hanke entschlossen. Die hohe Arbeitslosigkeit darf kein weiteres Auseinanderdriften männlicher und weiblicher Löhne zur Folge haben, weiblich dominierte Berufe müssen dem Lohnniveau männlicher Berufssparten angepasst werden“, blickt die Frauenvorsitzende in die Zukunft. „Auch hinsichtlich der Aufteilung unbezahlter Arbeit bedarf es klarer, nachhaltiger Lösungen“, betont Marina Hanke. „Die Frauen sind wütend und das völlig zu Recht. Es darf nicht mehr alles allein auf ihren Schultern lasten.“

Wien zeigte schon vor der Pandemie, wie Gleichberechtigung aussehen kann und stellt sich mehr denn je hinter die Frauen.

2021 werden zusätzliche 1,3 Millionen Euro an Budget für die Frauenförderprogramme des waff – und damit für die berufliche Weiterbildung von Frauen in Wien – zur Verfügung gestellt.  „In die Weiterbildung von Frauen noch mehr Geld zu investieren ist ein wesentlicher Beitrag zu besseren Jobchancen für Frauen, zum Schließen der Einkommensschere – und zur Selbstbestimmtheit von Frauen“, führt  Frauenstadträtin Kathrin Gaal aus. „Es ist wichtig, dass Frauen in einer Notsituation möglichst schnell und unbürokratisch Hilfe bekommen. Diese Unterstützung bekommen Frauen, die von Gewalt betroffen sind, beim 24-Stunden Frauennotruf und beim Frauenhaus-Notruf – und zwar rund um die Uhr. Außerdem gibt es im Frauenzentrum der Stadt Wien kostenlose, vertrauliche und anonyme Beratung von Juristinnen, Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen – an fünf Tagen in der Woche. Wir sind für die Wienerinnen da!“, unterstreicht Vizebürgermeisterin den Wiener Weg.

https://www.waff.at/beruf-weiterbildung/frauen-und-beruf/

https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/beratung/frauennotruf/

https://www.frauenhaeuser-wien.at/

https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/beratung/frauenzentrum/

„Gesamtgesellschaftlich hat uns die Pandemie viel über Gleichberechtigung gezeigt. Vor allem, dass wir noch längst nicht da sind, wo wir eigentlich hinwollen“, zieht Marina Hanke abschließend Bilanz „Ohne gefragt zu werden und einfach darum, weil es immer schon so war, sind Frauen Tag für Tag das Rückgrat der Gesellschaft. Viele Frauen sind physisch und psychisch am Limit, sie können nicht mehr“, verdeutlicht die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende die Situation der Frauen. „Es ist fünf vor zwölf, sich diesen Ungerechtigkeiten endlich zu stellen und die Probleme bei den Wurzeln zu packen“, appelliert Marina Hanke. „Ungefragt sind Frauen seit jeher Meisterinnen der Krise und es ist allerhöchste Zeit, dies endlich zu ändern. Frauen sind Krisenmeisterinnen seit immer, aber nicht für immer.“