Sanierung des Palais Schönborn ist fix

Stefanie Vasold mit Bürgermeister Ludwig und VzBgm Gaal Bild: Jobst

Lösung mit Fruchtgenussvertrag zwischen Wien und Bund wird planmäßig im nächsten Gemeinderat beschlossen – Volkskundemuseum bleibt erhalten
 
Das Palais Schönborn hat sich in den vergangenen Jahren als Institution in der Josefstadt etabliert. Mit dem Museum für Volkskunde beherbergt es ein kulturelles und wissenschaftliches Zentrum, derzeit (bis Herbst 2022) ist das „Queer Museum Vienna“ dort zu Gast. Der Park lädt als eine der rar gesäten Grünflächen in der Josefstadt zum Verweilen ein – ebenso das angeschlossene Café Hildebrandt. Doch das Gartenpalais Schönborn in der Laudongasse 15-19 (Josefstadt) ist in die Jahre gekommen.

Nun konnte eine Lösung erzielt werden, das historische Palais kann der Zukunft getrost entgegenblicken. In den nächsten Jahren soll der Standort unter bestmöglicher Berücksichtigung aktueller Anforderungen umfassend saniert werden. Der Park bleibt weiterhin für alle Wiener*innen frei zugänglich. 

Mit der Umsetzung des Kooperationsprojektes zwischen Bund und Stadt Wien bleibt der Standort des Volkskundemuseums gesichert. Rund 25 Millionen Euro für die Sanierung stammen aus dem Wiederaufbaufonds der Europäischen Union. 

Fruchtgenussvertrag als Basis: Palais und Museum bleiben erhalten

Für die langfristige gesicherte Nutzung des Palais zu kulturellen und wissenschaftlichen Zwecken, insbesondere als Museum, soll nun ein neuer Fruchtgenussvertrag zwischen Bund und Stadt Wien bis zum 31.12.2081 abgeschlossen werden. 

Das heißt: Die Stadt Wien räumt dem Bund das Fruchtgenussrecht für das Palais Schönborn ein, damit ist auch der Betrieb des Volkskundemuseums gesichert. Und: Das historisch wertvolle Palais bekommt die notwendige Sanierung und erstrahlt bald in neuem, altem Glanz. Neben den umfassenden Sanierungsmaßnahmen übernimmt der Bund auch eine weitreichende Pflicht zur Erhaltung des Gebäudes.

Aufgrund dieses Fruchtgenussrechtes ist es dem Bund gestattet, das Palais Schönborn zu kulturellen und wissenschaftlichen Zwecken, insbesondere als Museum zu nutzen. Im Vordergrund steht auch die Sicherstellung der Weiterführung des Museums für österreichische Volkskunde.

Zusätzlich sind branchentypische Betriebe kleineren Umfangs, die den Hauptzweck der kulturellen und wissenschaftlichen Nutzung unterstützen, möglich (zB Café, Museumsshop).

SPÖ fordert ein offenes Kulturzentrum

Gemeinderätin Stefanie Vasold und Klubvorsitzende Sanja Drazic freuen sich über die Einigung und über die Sanierung: „Das Palais Schönborn wird in neuem Glanz erstrahlen und gemeinsam mit dem Schönbornpark einen der schönsten und kulturell lebendigsten Plätze im Bezirk werden.“

Die Sanierung und Neugestaltung soll, wenns nach der SPÖ geht, auch ein offenes Anker-Kulturzentrum geben. Als Arbeitsplatz, Vernetzungsmöglichkeit und Veranstaltungsort für Kulturschaffende in der Josefstadt. Ein diesbezüglicher Antrag wurde von der SPÖ in der Bezirksvertretung eingebracht.